Das Rezital von Paola Bugiotti ist eine Reise durch die Klaviermusik des 20. Jahrhunderts und ihre Grenzen, zwischen Experiment, Evokation und Moderne. Die Reise beginnt mit Liszt und der visionären Seite von Vallée d’Obermann, einer idealen Brücke zu Schönbergs Sechs kleinen Klavierstücken Op.19, rarefizierte Miniaturen, die die Avantgarde ankündigen. Es folgt Nino Rota mit seinen Präludien, in denen sich italienische Kantabilität mit raffinierter und moderner Schreibweise verwebt. Mit Gershwin kleidet sich das Klavier in Jazz und amerikanische Rhythmen, während Debussy mit den Estampes uns in exotische und poetische Klanglandschaften führt. Den Abschluss bildet die Sonate Nr.4 von Skrjabin, eine ekstatische Vision zwischen Mystik und transzendentaler Virtuosität.
Geboren in Viterbo, schloss Paola Bugiotti ihr Klavierstudium mit Auszeichnung am Konservatorium „S. Cecilia“ in Rom ab und verfeinerte ihre Fähigkeiten bei Meistern wie Sergio Cafaro, Michele Marvulli, Massimiliano Damerini und Sergio Perticaroli. Sie erhielt mit Auszeichnung zwei akademische Diplome zweiten Grades in Soloklavier und Musikpädagogik.
Preisträgerin bei nationalen Wettbewerben und Gewinnerin des Internationalen Wettbewerbs von Stresa, hat sie eine intensive Konzerttätigkeit in Italien als Solistin, im Duo und in Kammerensembles ausgeübt.
Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit verbindet sie seit Jahren pädagogisches Engagement und musikalische Vermittlung, überzeugt vom Wert der Musik als Instrument für kulturelles und menschliches Wachstum.

