Archäologischer Unterwasserpfad Gran Carro
Der archäologische Unterwasserpfad des Gran Carro di Bolsena ist eine der faszinierendsten und wichtigsten versunkenen Stätten Mittelitaliens.

Es handelt sich um die Überreste eines antiken Pfahlbaudorfes aus der frühen Eisenzeit (Villanova-Kultur, zwischen dem 10. und 8. Jahrhundert v. Chr.), das sich am Ostufer des Bolsenasees befindet.
Die Stätte wurde im August 1959 vom Ingenieur Alessandro Fioravanti entdeckt (dank einer „verdächtigen Scherbe“, die seiner Frau in 5 Metern Tiefe auffiel) und hat im Laufe der Jahrzehnte außergewöhnliche Funde hervorgebracht.
Neben Alltagsgegenständen sind nuraghische Bronzefiguren, Bernstein, Reste von Votivgaben (verbrannte Samen und Tierknochen) und sogar äußerst seltene Fragmente importierter Keramik aufgetaucht.
All dies zeigt, dass der Gran Carro ein lebendiger Knotenpunkt für den kulturellen Austausch zwischen dem Mittelmeerbecken und dem inneren Etrurien war.
Beim Tauchen oder Schwimmen an der Oberfläche kann man die greifbaren Spuren des Lebens von vor dreitausend Jahren bewundern:
Das Pfahlbaudorf: Hunderte von Holzpfählen, die noch immer in den Seegrund gerammt sind und die komplexe Struktur der antiken Siedlung skizzieren.
Die Aiola: Eine monumentale elliptische Anhäufung aus Vulkangestein. Es handelt sich um einen Kult- und heiligen Bereich, der an unterirdischen Thermalquellen entstand. Hier vollzogen die antiken Bevölkerungen Rituale unter freiem Himmel, die weiblichen Gottheiten der Erde und des Wassers gewidmet waren.
Die Funde in situ: Entlang des Pfades können gefestigte Überreste von großen doppelkonischen Vasen, Steinmühlsteinen, Töpfen und Keramikfragmenten beobachtet werden, die gesichert wurden, um es den Besuchern zu ermöglichen, das Gebiet historisch einzuordnen.
Die kürzlich aufgewertete Stätte wurde in einen echten archäologischen Unterwasserpark verwandelt, der so konzipiert ist, dass er zugänglich und innovativ ist.







