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Geschichten

Die Eucharistie: Das geteilte Brot, das die Völker vereint

Bolsena, die Stadt des Eucharistischen Wunders, das im 13. Jahrhundert zur Entstehung des Fronleichnamsfestes führte, bewahrt und überliefert bis heute eines der tiefsten Zeugnisse eucharistischer Frömmigkeit. Hier, in der Basilika der Heiligen Christina, wird der Heilige Stein aufbewahrt, der vom Blut des Wunders aus dem Jahr 1263 gezeichnet ist – ein Ereignis, das die Geschichte der Kirche geprägt hat und noch heute Pilger aus aller Welt anzieht.

Am Vorabend des Fronleichnamsfestes,das am 7. Juni gefeiert wird,  haben die Infioratori von Bolsena ein neues Blumenkunstwerk geschaffen, das der Eucharistie gewidmet ist, dem Herzen des christlichen Glaubens und einem universellen Symbol der Gemeinschaft unter den Völkern. Das Werk wird im Rahmen der traditionellen Messe der Infioratori eingeweiht und die Feierlichkeiten des wichtigsten Festes der Stadt begleiten.

Anders als die vergänglichen Blumenteppiche entlang des Prozessionsweges wird dieses Blumenbild auch in den Tagen nach Fronleichnam zu sehen sein. So erhalten Pilger, Besucher und Touristen die Möglichkeit, das Kunstwerk zu bewundern und über seine Botschaft nachzudenken.

Durch die Sprache der Blumen erinnert das Werk an die tiefe Bedeutung der Eucharistie: ein Geschenk, das alle Grenzen überwindet, unterschiedliche Kulturen und Völker vereint und jeden Menschen dazu einlädt, Beziehungen auf der Grundlage von Brüderlichkeit, Solidarität und Frieden aufzubauen.

Die Eucharistie

Die Eucharistie ist das Sakrament, in dem Brot und Wein, die „Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit“, wahrhaft zum Leib und Blut Christi werden. Der Begriff bezieht sich auf einen Akt der Danksagung und umfasst die Bedeutung der Nahrung für die gesamte Menschheit, für alle Völker der Erde.

Das Brot der Gemeinschaft

Das Brechen des Brotes symbolisiert die Liebe, die sich selbst verschenkt. So wie viele Weizenkörner gemahlen und miteinander vereint werden, um ein einziges Brot zu bilden, sind auch die Gläubigen dazu berufen, eine einzige Gemeinschaft zu bilden, die in brüderlicher Liebe vereint ist.

Die Gabe für alle Völker

In der Eucharistie gibt es keine Grenzen. Sie ist die Speise, die jede kulturelle oder geografische Trennung überwindet und allen Völkern der Erde Heil und Gemeinschaft schenkt. Sie steht für die Hoffnung auf eine Welt, in der jeder Mensch materielle und geistliche Nahrung finden kann und seinerseits zu „GEBROCHENEM BROT“ für andere wird, indem er FRIEDEN, SOLIDARITÄT UND GERECHTIGKEIT fördert.

 

Die Eucharistie: Das geteilte Brot, das die Völker vereint

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Blick auf den Bolsenasee