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Die Ursprünge von Bolsena

Bolsena ist nicht nur eine Naturschönheit am Seeufer; es ist ein Ort, an dem die Geschichte tiefe Spuren hinterlassen hat, von der Altsteinzeit bis heute.

Die Ursprünge von Bolsena

Eingebettet in die vulkanischen Hügel, die sanft zum Wasser hin abfallen, bewahrt die Stadt die Geheimnisse antiker Zivilisationen, die hier ihre Heimat und ihren Wohlstand fanden.

  • Von der Vorgeschichte bis zu den Etruskern
    Die Wurzeln von Bolsena reichen in eine sehr ferne Vergangenheit zurück. Bereits im Mittelpaläolithikum (vor 100.000 bis 35.000 Jahren) war der Südhang der Hügel bewohnt, wie zahlreiche in der Gegend gefundene Steinartefakte belegen. Mit dem Beginn der Eisenzeit erlebte das Gebiet die Entstehung wichtiger Siedlungen der Villanova-Kultur (10.–8. Jahrhundert v. Chr.), die Experten in der Metallverarbeitung waren.

  • Die Kontrolle ging dann an die mächtigen Etrusker über.
    Bolsena wurde zu einem festen Bestandteil des von der Stadt Velzna beherrschten Gebiets. Nach der römischen Eroberung Letzterer im Jahr 264 v. Chr. wurden die überlebenden Einwohner genau hierher, an die Ufer des Sees, umgesiedelt, wo die neue etruskisch-römische Stadt Volsinii entstand.

  • Volsinii: Die römische Stadt und der kaiserliche Glanz
    Die archäologische Stätte von Poggio Moscini ermöglicht es heute, die Überreste einer einst blühenden civitas foederata zu bewundern. Trotz der Zerstörungen durch starke Erdbeben, die durch vulkanische Setzungserscheinungen zwischen dem 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. ausgelöst wurden, konnte die Stadt wieder auferstehen.
    In dieser Zeit erlangte die Stadt dank ihrer Lage an der Via Cassia eine grundlegende strategische Bedeutung. Sie wurde zu einem wichtigen Durchgangsort und einem lebendigen kulturellen Zentrum, in dem sich die etruskischen Traditionen noch über Jahrhunderte hinweg hielten.

  • Das christliche Erbe und das Mittelalter
    Gegen Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. begann sich das Christentum in Volsinii rasch auszubreiten. Das eindrucksvollste Zeugnis dieses Glaubens sind die Katakomben von Santa Cristina, ein monumentaler Komplex von außergewöhnlicher frühchristlicher Bedeutung, der noch heute Besucher aus der ganzen Welt anzieht.

  • Der Niedergang der römischen Stadt begann 410 n. Chr. mit der Plünderung durch die Westgoten unter Alarich.
    Der Glanz von Volsinii verwandelte sich allmählich in Verwüstung, was die Einwohner dazu veranlasste, auf zwei sichereren Tuffsteinfelsen Zuflucht zu suchen. Aus diesen Siedlungskernen entstanden die beiden Viertel, die noch heute die Seele der Altstadt von Bolsena bilden: das Castello und Santa Cristina.

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    Blick auf den Bolsenasee